Die Seite von und über Robinienholz

Die Robinie, die heimische Holzart aus nachaltigen Forst für höchste Ansprüche

DIE ROBINIE:
lat.: Robinia pseudoacacia

Die Robinie, fälschlicherweise aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit oft Akazie genannt, ist die einzige Holzart nicht tropischer Herkunft der Resistenzklasse 1 bis 2 nach DIN 68 364 (= EN 350/2) und damit das witterungsbeständigste Holz Europas.

Allgemein:
Das Holz der Robinie besitzt aufgrund seines charakteristischen Inhaltsstoffes Robimetia (Alkaloid), der ausgezeichneten Verkernung (>90 %) und des daraus resultierenden minimalen Splintholzanteils eine extrem hohe Widerstandsfähigkeit gegen fäuleverursachende, holzzerstörende Pilze und Insekten. Die natürliche Dauerhaftigkeit der Robinie bei der Verwendung im Außenbereich mit Erdberührung liegt daher bei bis zu 50 Jahren!  Im Wasserbau liegen die Standzeiten des Robinienholzes sogar noch wesentlich höher. Selbst Eiche und Lärche, welche üblicherweise hier Ihre Verwendung finden, können in diesem Einsatzgebiet mit Robinie nicht konkurrieren.
Damit gehört die Robinie zu den wertvollsten europäischen Nutzhölzern und ist von der Qualität ein absolut gleichwertiger Tropenholzersatz (insbesondere für die wertvollen Hölzer Teak und Bongossi). Die Verwendung dieses ausgezeichneten Holzes trägt somit auch zum Erhalt der für uns wichtigen tropischen Regenwälder bei.

Forst:
Die Robinie stammt aus dem östlichen Nord Amerika. Ihren Namen verdankt sie dem französischem Hofgärtner, Jean Robin, der den Baum Anfang des 17.Jahrhunderts nach Frankreich brachte. Als Park-, Allee- und Zierbaum wurde die Robinie dann europaweit verpflanzt und seit Mitte des 19. Jahrhundert vor allem in Süd- und Osteuropa, aufgrund ihrer Qualitäten zu Bodenbefestigung und Rekultivierung von Sandböden und Ödlandflächen, großflächig aufgeforstet. Die in Europa angebauten Robinien erreichen im besten Hiebalter von nur ca. 40 Jahren eine Stammhöhe von ca. 20-25m bei einem  Durchmesser  von ca. 30-40cm. Die Stämme neigen zur Krummschaftigkeit, Unrundheit und Zwieselwuchs. Die industrielle unpassende Stammform und geringen Dimensionen sind mit ein Grund für die forstliche Geringschätzung der Robinie, die in vielen Länder Mittel- und Westeuropas noch vorherrscht. Seit einigen Jahren besinnt man sich jedoch der herausragenden Qualitäten des Holzes, und es gibt mittlerweile viele Ansätze, die Robinie verstärkt bei der Aufforstung von Grenzertragsböden und stillgelegten landwirtschaftlichen Flächen zu berücksichtigen, mit dem erklärten Ziel der Holzproduktion.

Verwendung:
Traditionell wurde und wird die Robinie für Zaun-  und Weidepfähle, Weinbergpfähle, Hopfenstangen, Grubenholz, in der Fassbinderei und als Brennmaterial verwendet. Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach ökologisch hochwertigen Materialien und den verbesserten Verarbeitungsmethoden findet die Robinie im stärker Anwendung im Brückenbau beim Gewässer-und Lawinenschutz, für Spielplatzanlagen sowie für Gartenmöbel, Terrassen und Fassaden.

Eigenschaften der Robinie im
Vergleich mit ähnlichen Hölzern

 

Robinie

Eiche

Lärche

Teak

Dichte -[kg/m³, u=12%]

770

715

550

700

Brinellhärte – [N/mm²]

48

36

19

33

Schwindmaße – [%, je 1% HF Änderung]

 

     
… Radial

0,17-0,24

0,15-0,22

0,14

0,16

     
… tangential

0,33-0,38

0,32-0,35

0,29

0,26

Biegefestigkeit – [N/mm²]

130

95

66-99

85-110

Zugfestigkeit – [N/mm²]

148

110

105-107

120

Heizwert – [kWh/rm]

2040

1890

1670

 

Dauerhaftigkeit [Pilze, Käfer EN
350-2]

1-2

2

3-4

1-2

Dauerhaftigkeit [nach Mothes]

120

110

90

 

Werte sind ca. Angaben, abhängig von
Sortierung und Forstgebiet

Quellen: HF Austria, GDH,
Krapfenbauer, ETH Zürich, Wikipedia,